COABS zu Besuch in Berlin
BMUKN/ Michael Bahlo
Als Vertreter*innen des COABS-Projekts besuchten Olaf Mumm (Institute for Sustainable Urbanism, TU Braunschweig) und Dr. Ines Bruchmann (Fachbereich Umwelt, Stadt Braunschweig) das Vernetzungstreffen der Bundesförderprojekte für Klimafolgenanpassung am 9. und 10. Juli 2025 und stellten das Braunschweiger COABS-Projekt auf der Bundesebene in Berlin einem großen, teils prominenten Fachpublikum vor. Das kollaborative Projekt für Klimafolgenanpassung in Braunschweig (COABS) ist ein Projekt der ersten Stunde der DAS-Förderung, das schon im Rahmen der ersten Förderbekanntmachung beantragt wurde und seit 2022 im Förderschwerpunkt 3 als ein "Kommunale Leuchtturmvorhaben für Aufbau von lokalen und regionalen Kooperationen" aus Bundesmitteln gefördert wird.
Bundesumweltminister Carsten Schneider würdigte das Engagement aller Teilnehmenden für die Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen, die insbesondere auf der kommunalen Ebene große Anstrengungen erfordert. In seiner Rede betonte er: „Klimaanpassung ist keine Option mehr – sie ist eine Notwendigkeit.“ Seine vollständige Rede kann hier nachgelesen werden.
Insg. kamen bei dem Vernetzungstreffen rund 70 Vertreter*innen aus Kommunen, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um sich über das diesjährige Schwerpunktthema für das Vernetzungstreffen "Verstetigung guter Praxis" auszutauschen. Was macht eine erfolgreiche Verstetigung aus? Alle Teilnehmenden waren sich einig, Klimaanpassung ist eine große Herausforderung deren Last zumeist auch auf kommunaler Ebene zu tragen ist. Wirksame Anpassung an die Folgen des Klimawandels kann nicht allein projektbasiert erfolgen sondern erfordert einen längeren Atem. „Klimafolgenanpassung ist kein Sprint, sondern ein Marathon“, betont Dr. Ines Bruchmann, Projektleiterin des COABS Projekts, „wenn es gelingt, dass möglichst viele Akteure aus Kommune, Wissenschaft und Zivilgesellschaft für die Ziele der Klimaanpassung gemeinsam an den Start gehen, wird der Erfolg größer und schneller erreicht werden, als würde jede*r alleine das Rennen gegen die Uhr laufen“.
Man stimmt auch in Berlin überein, dass Klimaanpassung eine herausfordernde Querschnittsaufgabe ist, die es dauerhaft zu verstetigen gilt. Ein klarer gesetzlicher Handlungsrahmen, ein auskömmlicher personeller und finanzieller Rahmen und auch der Mut gemeinsam neue Wege des Handelns zu gehen, sind Erfolgsvoraussetzungen, um sich für die Herausforderungen des Klimawandels in den Kommunen zu wappnen. Dabei wird sich jeder heute investierte Euro in gezielte Anpassungsmaßnahmen in der Zukunft mehrfach auszahlen, denn die Steigerung der Klimaresilienz in den Kommunen sichert nicht nur die zukünftige Lebensqualität für die Bevölkerung, sondern trägt auch erheblich dazu bei, zukünftige Schäden und Kosten bei Infrastruktur und Wirtschaft zu verringern.