Direkt zum Inhalt

Vorschlag: Tempo 30 auf der Gliesmaroder Str. zwischen Hagenring und Abtstr.

Vorschlag: Tempo 30 auf der Gliesmaroder Str. zwischen Hagenring und Abtstr.

Abgelehnt
Verkehr

Hallo zusammen,

ich möchte vorschlagen, die erlaubte Geschwindigkeit auf der Gliesmaroder Straße – im Abschnitt zwischen dem Hagenring und der Abtstraße – auf Tempo 30 zu reduzieren.

Die Strecke ist rund 1 km lang und wird von vielen Menschen genutzt, die zu Fuß, mit dem Rad oder mit der Bahn unterwegs sind. Aus meiner Sicht sprechen mehrere Gründe für eine Temporeduzierung:

1. Schulweg: Viele Schüler*innen nutzen die Haltestelle Mozartstraße auf dem Weg zur Neuen Oberschule.

2. Kinderbetreuung: Entlang der Straße gibt es mehrere Einrichtungen, in denen Kinder betreut werden.

3. Schmale Fahrbahn + viele Querungen: Fußgänger überqueren die Straße oft, teilweise an unübersichtlichen Stellen.

4. Viele Einfahrten & Kreuzungen: Gerade bei schlechter Sicht oder parkenden Autos wird es schnell unübersichtlich.

5. Straßenbahnschienen: Auch wenn es Radwege gibt, sind die Schienen ein Risikofaktor – besonders für Radfahrende.

6. Straßenbahn fährt ohnehin langsam: Mit drei Haltestellen auf 1 km fährt sie selten schneller als 30 km/h. Eine Temporeduzierung würde also kaum Auswirkungen auf den Betriebsablauf haben.

7. Bedarfsampel wird oft übersehen: Sowohl ich als auch andere Anwohner haben beobachtet, dass Autofahrende (sogar manchmal die Straßenbahn) die Ampel gelegentlich ignorieren.

Zudem: Autos sind heute oft deutlich größer als früher. Falls z.B. ein Bulli oder SUV auf einem Parkplatz an einer Ausfahrt parkt, ist die Straße beim ausfahren nicht einsehbar.

Grüße

Hochladen
Kartenansicht Gliesmaroder Straße von Hagenring bis Abtstraße

Die Unterstützungs-Phase ist beendet.

26 von 50

Nicht erfolgreich: 26 von 50 Unterstützern

Hinweise:

Es handelt sich um eine haushaltsneutrale Idee. Daher erfolgt eine direkte Beantwortung durch die Verwaltung.

Diese Idee wurde bereits mehrfach geprüft.

Eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h stellt eine Beschränkung des fließenden Verkehrs dar. Gemäß Straßenverkehrsordnung dürfen Beschränkungen und Verbote des fließenden Verkehrs nur angeordnet werden, wenn aufgrund der besonderen örtlichen Verhältnisse eine Gefahrenlage besteht, die das allgemeine Risiko einer Beeinträchtigung der Sicherheit und Ordnung des Verkehrs erheblich übersteigt, oder sich besonders schützenswerte Einrichtungen entlang der Straße befinden. Dies ist auf der Gliesmaroder Straße nicht der Fall.

Für das Braunschweiger Stadtbahnnetz stellt die Gliesmaroder Straße außerdem eine wichtige Verbindungsfunktion zwischen Innenstadt und dem östlichen Ringgebiet, Gliesmarode und Volkmarode dar. Mit einer Geschwindigkeitsreduzierung sind eine Fahrtzeitverlängerung für alle Reisenden mit Ziel oder Start östlich der Gliesmaroder Straße verbunden. In der Folge führt dies zu einem Attraktivitätsverlust des ÖPNV, der den Zielen der Stadt Braunschweig widerspricht.

Die Einrichtung einer Geschwindigkeitsbeschränkung auf der Gliesmaroder Straße ist daher aus Sicht der Verwaltung nicht möglich.

 

Neuen Kommentar hinzufügen

Kommentare

Gespeichert von Constantin am Mi., 18.06.2025 - 23:57

Ich muss noch mal anfügen, dass ich den Ablehngrund höst fragwürdig finde.

1) Stadtbahnnetz:
Auf 1km würde die Reduzierung von 50 auf 30 km/h würde sich die Fahrtzeit um 48 Sekunden verlängen (Quelle: Physik 7. Klasse) - angenommen die Bahn muss nirgends halten und kann mit Höchstgeschwindigkeit durchfahren kann.
Wenn DAS der Grund ist, dass jemand die Bahn nicht nimmt, wundert mich gar nichts mehr.

2) Beschränkung des fliesenden Verkehrs
Der Verkehr fließst hier nicht, da hier viele Fahrzeuge ein- und ausparken, auf Kreuzungen auffahren und an der Ampel warten.
Zudem wird hier oft auf der Mitte der Strecke auf die Wilhelm Bode Str. abgebogen und es staut sich oft.
Der Verkehr der nur "Durchfährt" kann (und tut es glücklicherweise auch meistens) die Hans-Sommer Str. nutzen.

3) Durch die Schienen verlängert sich der Bremsweg der Fahrzeuge, somit kann man schon argumentieren, dass hier eine erhöhte Gefahrenlage existiert - es muss wohl erst ein Kind zu schaden kommen, dass hier nachgedacht wird.

4) Ja die Kinderbetreuungen die sich hier an der Gliesmaroder Str. befinden sind keine öffentlichen Einrichtungen, macht sie das desswegen weniger schützenswert?

5) Ist ein Schulweg nicht besonders schützenswert?

https://www.bundestag.de/resource/blob/670978/11c58eeb3377baed5971fee5a…

Spricht überwiegend für eine Verringerung der Feinstaubbelastung bei Tempo 30.

Daher im Kontext der Feinstaubbelastung ein sehr wahrscheinlich "Ja!" - Lt. der Veröffentlichung sollten Sie im Kontext der Feinstaubbelastung also auf der Seite der 30 km/h Beschränkung sein.

Gespeichert von Peter Karsten am Di., 24.06.2025 - 23:10

Guten Abend Constantin,

Sie liefern sieben gute Gründe für eine 30er Zone in der Gliesmaroder Straße. Die Gründe ließen sich so auch auf viele andere Straßen übertragen, Bsp. Humboldt Straße. Auch dort zwei Schulen, ein Kindergarten, ein Museum, eine Sporthalle, Gleise, Verkehr.

Was Sie nicht liefern, ist der Bezug zu Unfällen.

Wenn es keine vermehrte Zahl von Unfällen an der Stelle gibt, ist eine Geschwindigkeitsbegrenzung nicht notwendig. Es entsteht dann kein Vorteil aus der gesenkten Geschwindigkeit für die Nutzer der Straße.

Den gegenwärtigen Trend die Umwelt der Menschen auf verschiedensten Ebenen mit Schutzzonen auszustatten – ohne in diesem Fall Unfallzahlen auszuwerten – , halte ich für bedenklich. Es schwingt eine "Arroganz der Fortschrittlichen" oder "Arroganz der Einsichtigen" - ohne jeden Bezug zur Realität und der Vergangenheit.

Ich vermute, dass die tätsächliche Durschnittsgeschwindigkeit in der Gliesmaroder deutlich unter 50 km/h liegt - wegen der Tram, wegen der schlechten Einsehbarkeit, wegen der zahlreichen Verkehrsteilnehmer auf Rad, Scooter und zu Fuß.

---

1970 gab es 16,8 Millionen Kraftfahrzeuge.
2024: 69,1 Millionen Kraftfahrzeuge.

1970 gab es einen Höchststand mit 21.332 Verkehrstoten.
2023 die Zahl auf 2.839 gesunken ist.

> 1970 gab es einen Höchststand mit 21.332 Verkehrstoten.

die Zahlen der Verkehrstoten sind hauptsächlich auf die in den 70igern eingeführten Geschwindigkeitsbegrenzungen zurückzuführen. Zu dem Thema findet man schnell Artikel von etablierten Agenturen.

Der Verweis auf die allgemeine Unfallstatistik 1970 vs. 2023 ist somit ein falsches Argument im lokalen Kontext. Paradoxerweise unterstützt diese Statistik eher die Befürwortung der Geschwindigkeitsbegrenzungen und nicht die Gegenseite.

Um auf den Rest einzugehen:

Auch wenn die Durchschnittsgeschwindigkeit unter 50 liegt, heißt das nicht, dass es keine gefährlich schnellen Einzelspitzen gibt (z. B. abends), Tempolimits wirken auch gegen diese Ausreißer.

Generell finde ich es schade, dass hier nur im Komfort der Autofahrer argumentiert wird, grade im Kontext von schwächeren Verkehrsteilnehmern kann eine niedrigere Geschwindigkeit das subjektive Sicherheitsgefühl und Aufenthaltsqualität verbessern und ist unter dem Gesichtspunkt der Konfliktvermeidung (auch ohne Unfall) relevant.

Prävention bedeutet vor einer Häufung von Unfällen einzugreifen. Dass es noch keine Häufung gibt, kann gerade für eine vorsorgliche Maßnahme sprechen.

Ihre Kritik bleibt leider rein ablehnend und bietet keine Alternativen.

Verkehrspolitik berücksichtigt neben den Statistiken auch das allgemeine Sicherheitsgefühl (grade für Kinder und Eltern), nicht nur Unfälle.

Guten Tag!

Ich antworte Stück für Stück.

Das allgemeine Sicherheitsgefühl halte ich für nicht aussagekräftig. Hier gab es mal den Wunsch den Prinzenpark nachts auszuleuchten, weil jemand Angst im Dunkeln hatte... Wo soll das hinführen.

"Prävention bedeutet vor einer Häufung von Unfällen einzugreifen. Dass es noch keine Häufung gibt, kann gerade für eine vorsorgliche Maßnahme sprechen."

- Nun ja, dann am besten gar nicht rausgehen.
Ich finde das ist ein Ansatz der ähnlich wie Fahrradhelme äußerst kritisch betrachtet werden muss:
Fahrer mit Held fahren risikoreicher, als die ohne Helm.

Die Ausweitung von Schutzräumen macht die Menschen weniger lebenstauglich.

"Zahlen der Verkehrstoten sind hauptsächlich auf die in den 70igern eingeführten Geschwindigkeitsbegrenzungen zurückzuführen. Zu dem Thema findet man schnell Artikel von etablierten Agenturen."
- Dem widerspreche ich entschieden!
Es waren Knautschzone, ABS und vorallem die Reifen, die die Fahezeuge sicherer gemacht haben. Lassen Sie sich nicht von politisch geprägten Studien fehlleiten. Insbesondere die Technoligie der Reifen hat leben gerettet - redet keiner drüber.

> Hier gab es mal den Wunsch den Prinzenpark nachts auszuleuchten, weil jemand Angst im Dunkeln hatte... Wo soll das hinführen.

Menschen nutzen Räume anders, wenn sie sich sicher fühlen. Man kann es nicht einfach wegwischen. Man kann sich aber um die Notwendigkeit unterhalten - der Vergleich hinkt meiner Ansicht nach, da der Prinzenpark ein Ort ist an dem man sich zur Erholung aufhält - die Gliesmaroder Str. ist alternativlos für Nutzer von Öffis und Anwohnern.

Gar nicht mehr rausgehen ist eine polemische Verkürzung. Prävention bedeutet, Risiken zu reduzieren – nicht, Menschen vom Rausgehen abzuhalten.

> Die Ausweitung von Schutzräumen macht Menschen weniger lebenstauglich.
Pauschal und unbewiesen.

> Fahrer mit Helm fahren risikoreicher
das Risiko-Kompensationstheorem ist zwar bekannt, aber es 1 zu 1 auf menschliches Verhalten anzuwenden ist äußerst Fragwürdig.

> Es waren Knautschzone, ABS und vor allem die Reifen, die die ~Fahezeuge~ Fahrzeuge sicherer gemacht haben.

Natürlich ist dies ein Faktor, jedoch ist die Reduzierung der Geschwindigkeit Hauptträger davon, dass die Unfallfolgen geringer sind.
Keine Knautschzone und Reifen wird ein Zusammenprall eines Radfahrers mit 80 von 'tödlich' in 'blauer Fleck' verwandeln.

Um noch mal provokativ zu werden:
Es folgt aus dem Risiko-Kompensationstheorem nach Ihrer Logik, dass Autos mit mehr Sicherheitsfeatures ja eigentlich viel mehr Unfälle haben müssten. Das ist in der Realität nicht zu beobachten. ;)

Ich halte von solchen Minimallösungen gar nichts - weil mit Verboten gearbeitet wird - die Fahrzeuge weichen auf die Hans Sommer Straße aus - und das System nicht als ganzes betrachten.

Vermutlich ist der Zug schon weitergefahren:
1. Autofahren wird etwas für Besserverdiener in 10 Jahren sein. Alle anderen müssen auf Bahn und Bus ausweichen.
Der Verkehr sinkt und das schon spürbar in 5 Jahren.

2 . Die Innenstädte werden zu Spielplätzen: Es wird keine Geschäfte mehr in den Zentren geben außer Malls wie das Schloss. Alle Waren werden online bestellt.
Also weniger Pendler, dafür mehr direkte Logistik zum Endkunden.

> Alle anderen müssen auf Bahn und Bus ausweichen.
> Der Verkehr sinkt und das schon spürbar in 5 Jahren.
Das bleibt bisher unbelegt.
Referenz: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/12131/umfrage/pkw-bestan… (PKW Anzahl in Deutschland weiter steigend)

> Die Innenstädte werden zu Spielplätzen ...

Vielleicht sollten Innenstädte gerade dafür sorgen, dass Menschen dort gerne sind. Braunschweig ist hier schon ziemlich weit. Autos kaufen nicht ein, Menschen schon. Viele Beispiele zeigen: mehr Autos = weniger Menschen in Zentren = weniger Umsatz. Das Argument, dass Innenstädte ohne Autos sterben, ist empirisch widerlegt – mir ist kein Fall bekannt, wo mehr Autos zu mehr Handel geführt haben.

Allerdings geht es hier gar nicht um die Innenstadt, sondern um die Gliesmaroder Straße – ein Wohngebiet, kein Kommerz-Zentrum.

Ich denke, die Fahrzeuge sollen gezielt auf die Hans-Sommer-Straße ausweichen. Sie ist zweispurig, besser ausgebaut und sicherer gestaltet. Die Ampelanlagen sind klarer erkennbar und werden seltener übersehen. Außerdem überqueren Fußgänger die Straße gezielt an vorgesehenen Stellen, (vmtl.) beeinflusst durch die Breite und den Grünstreifen.

Eine Geschwindigkeitsbegrenzung ist keine Verbotslösung, sondern ein Kompromiss, der Verkehr ermöglicht und gleichzeitig Sicherheit erhöht.

Ich habe hier noch mal eine Schöne Quelle gefunden, warum "Kiene Autos, Innenstadt stirbt aus" ein häufig wiederlegter Mythos ist:

Quelle A: https://www.forbes.com/sites/carltonreid/2019/03/08/closing-central-mad…

Quelle B: https://www.eurekalert.org/news-releases/880691?language=german

Quelle B ist sogar peer-reviewed und basiert auf Forschungen in Berlin.

Auch wenn das ganze nichts mit meiner Anfrage zu tun hat will ich diese Quellen hier ein mal hinterlegen.

Cookies UI