Wohnraum ist zum Leben da, nicht für Profite.

Wohnraum ist zum Leben da, nicht für Profite.

Zeitraum für Stimmabgabe überschritten
Bauen und Planung

In unserer Stadt wird bezahlbarer Wohnraum immer knapper. Trotzdem stehen Wohnungen leer oder werden als Ferienunterkünfte zweckentfremdet.
Beides ist illegal: Seit dem 5. April 2019 ist das Niedersächsische Gesetz über das Verbot der Zweckentfremdung von Wohnraum (NZwEWG) in Kraft.
Das Gesetz ist jedoch nur anwendbar, wenn die Stadt dies endlich durch Satzung bestimmt.

Daher meine Idee zur Durchsetzung der Zweckentfremdungsverbote, Leerstand muss gemeldet und illegale Vermietung gestoppt werden.

Was denkt ihr: Sollte die Stadt hier härter durchgreifen?

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Kommentare

Gespeichert von Peter Karsten am So., 15.02.2026 - 11:57

Ich bin dagegen.

Der Hebel der Stadt ist viel zu klein. Selbst wenn Vermietung über AirBnB oder andere Portale verboten wird, senkt das weder die Mieten noch schafft Platz.

Lassen wir uns über konkrete Zahlen reden: Aktuell sind auf AirBnB 230 gesamte Unterkünfte in Braunschweig im Angebot. Wenn wir noch andere Angebote anderer Portale und Handwerkerwohungen zuzählen, käme man – hoch geschätzt – auf 500 Wohnungen.

Das scheint mir aber keine langfristige Lösung zu sein: Aktuelle Prognosen der Stadt Braunschweig gehen davon aus, dass bis 2035 weiterhin ein deutlich erhöhter Bedarf an neuen Wohnungen besteht, mit mehreren Tausend zusätzlichen Wohneinheiten gegenüber dem heutigen Bestand.

Konkrete Bedarfszahlen

Die Stadt Braunschweig nennt als Zielzahlen für den Wohnungsneubedarf: 5.700 neue Wohneinheiten im Zeitraum 2020–2025, 3.500 im Zeitraum 2026–2030 und 3.000 im Zeitraum 2031–2035

... vergleiche hier: https://www.braunschweig.de/leben/stadtplanung_bauen/b-gesamtstaedtisch…

Gespeichert von Peter Karsten am So., 15.02.2026 - 11:59

Dir Zahlen kann man m.E. nur so interpretieren, dass mehr Wohungen gebaut werden müssen.

Warum wird der hässliche Schützenplatz nicht zum Baugebiet erklärt? Ähnlich dem neuen Viertel hinter BS Energy?
Kirmes und Flohmarkt kann auf Harz&Heide stattfinden.

Gespeichert von Peter Karsten am So., 15.02.2026 - 12:03

Die schlechte Nachricht zum Schluss:
Wohnen wird noch teurer werden. Wohnraum noch schwerer zu bekommen.

1. Bevölkerungswachstum: Mehr Einwohner durch Zuzug und Einwanderung erhöhen den Wohnraumbedarf.

2. Urbanisierung: Menschen ziehen in Städte, wo das Angebot nicht mithalten kann.

3. Singularisierung: Mehr Einpersonenhaushalte durch spätere Familiengründung und sinkende Geburtenrate.

4. Wohnungsmangel: Neubau bleibt hinter Zielen zurück, trotz hohem Bedarf.

5. Hohe Baukosten: Steigende Material-, Lohn- und Energiekosten machen Neubauten teurer.

6. Knappes Bauland: Begrenzte Verfügbarkeit in Städten und lange Genehmigungsverfahren.

7. Strenge Bauvorschriften: Mehr Regeln zu Energieeffizienz und Brandschutz erhöhen Kosten.

8. Hohe Finanzierungskosten: Steigende Zinsen machen Kredite teurer für Käufer und Bauträger.

9. Inflation und Löhne: Allgemeine Preisanstiege sowie höhere Reallöhne treiben die Nachfrage.

10. Profitorientierung: Umwandlung sozialer zu marktorientierter Vermietung verstärkt Spekulation.

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