Kopfsteinpflaster in der Innenstadt schleifen für ein barrierefreies Braunschweig!

Kopfsteinpflaster in der Innenstadt schleifen für ein barrierefreies Braunschweig!

Laufend
Bauen und Planung

Das Kopfsteinpflaster in der Innenstadt ist seit Jahren ein Stein des Anstosses: Zunehmend in einem schlechten Zustand wird das historische Pflaster heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht. Für Menschen, die auf einen Rollator, Rollstuhl oder Kinderwagen angewiesen sind, stellt das unebene Pflaster eine erhebliche Barriere dar. Und auch Rad- und Autofahrer stellt das Pflaster regelmäßig vor Herausforderungen.

Zum Glück gibt es eine neue Erfindung: Die Steine bleiben erhalten, werden aber mit einer großen Spezialmaschine günstig auf eine einheitliche Höhe abgefräst. Dadurch wird die Nutzbarkeit deutlich verbessert, ohne die Optik grundlegend zu verändern. Gleichzeitig kann die Maßnahme zur Lärmreduktion beitragen.

Die Vorteile sind für alle Verkehrsteilnehmer spürbar:
* Der Autoverkehr wird leiser und auch für Autofahrer angenehmer.
* Fahrradfahrer freuen sich, dass es weniger holpert.
* Rollstuhlfahrer können besser fahren.
* Fußgänger haben weniger Stolper(stein)fallen, was besonders Magnifestbesucherinnen mit Stöckelschuhen erfreuen wird.
* Auch für Blinde ist Kopfsteinpflaster eine unnötige Belastung/Gefahr.
* Die Fußgängerzone im Magniviertel fühlt sich dadurch wie eine Flaniermeile an.
* Der Altstadtmarkt und Wollmarkt werden attraktiviert und erhalten mehr Platzcharakter.

Für die Innenstadt wäre das eine echte Aufwertung! Weitere Infos und Ergänzungen dazu in den Kommentaren.

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Kopfsteinpflaster

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Kommentare

Gespeichert von Lordi am Fr., 24.07.2026 - 12:45

Kosten und Zeitrahmen:
Der Burgplatz hat z.B. eine Nutzfläche von 2.242 m². Eine der Firmen, die Pflastersteinschleifungen durchführt, wird vom MDR wie folgt zitiert: "Pro Tag können wir zwischen 300 und 350 Quadratmeter in einen Zustand bringen, wo wir sagen: Das ist jetzt eben und gut befahrbar."
Konkret heißt das: Innerhalb von rund einer Woche könnte der Burgplatz geschliffen werden. Für alle wesentlichen Plätze/Straßen in der Innenstadt wäre ein Zeitrahmen von zwei Monaten vermutlich ausreichend.
Die Kosten betragen je nach Firma und Steinhärte zwischen 80 und 120 € pro Quadratmeter. Bei einer geschätzten Fläche von ca. 10 Tausend Quadratmetern Kopfsteinpflaster in Braunschweig würde die Maßnahme für die gesamte Innenstadt Pi mal Daumen ca. eine Million Euro kosten. Das klingt zwar nach viel, verglichen mit anderen Baumaßnahmen aus dem Mobilitätsplan ist das Kosten-Nutzen-Verhältnis jedoch sehr hoch.
***
Eine gute Einführung ins Thema vom MDR findet man hier:
www.mdr.de/wissen/umwelt-klima/strasse-erneuern-kopfsteinpflaster-schle…

Gespeichert von Karlheinz Günther am Fr., 24.07.2026 - 17:01

Nur ein kleiner Teil der Innenstadt ist mit Kopfsteinpflaster ausgestattet. Der Anreger verwechselt ganz offensichtlich die Fußgängerzone mit der Innenstadt. Es gilt unser Stadtbild Braunschweigs nicht noch weiter zu verschlechtern.

Lieber Karlheinz Günther,
ich meine in der Tat die Innenstadt, also konkret die fünf alten Wiekbilde innerhalb des Okerumflutgrabens. Das Kopfsteinpflaster umfasst nur einen Teil davon, was selbstverständlich ist. Einige dieser Teile liegen jedoch auch außerhalb der Fußgängerzone z.B. die Straßen Wollmarkt/Alte Waage, Schild und Altstadtmarkt. Da ich dort fast täglich unterwegs bin und auch als Tourguide viele Geh- und Sehbehinderte Gäste übers Kopfsteinpflaster geführt habe, kenne ich die Probleme leider zu gut.
Eine Verschlechterung des Stadtbildes durch das ebenerdige Schleifen der Steine kann ich nicht erkennen, optisch fällt das kaum ins Gewicht.

Gespeichert von jolly58 am Sa., 25.07.2026 - 17:45

Mit Rollator auf Kopfsteinpflaster ist echt ein Problem und sehr anstrengend.

Gespeichert von Longfellow am Do., 30.07.2026 - 06:55

Gerne auch den Kreisel am Nordbahnhof aufnehmen. Der ist schrecklich und zerschneidet die wichtige Route

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