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Verwaiste Einkaufswagen

Verwaiste Einkaufswagen

Umgesetzt
Stadtgrün und Umwelt

In vielen Stadtteilen in Braunschweig gehören wild abgestellte Einkaufswagen mittlerweile zum alltäglichen Stadtbild. Vereinzelt abgestellt oder mehrere in Gruppen führen zu Behinderungen auf dem Gehweg/ Parkplätzen, werden als Müll- oder Sperrmüllablage genutzt und führen so zu einem unschönen Anblick im Viertel. Es wäre schön, wenn die Stadt mit dem Einzelhandel kooperieren könnte. Als Vorbild könnte die Stadt Hanau dienen, die bereits eine Kooperation mit dem Ziel „Wiederverwenden statt Entsorgen“ etabliert hat und ein erstes positives Fazit ziehen konnte. Der Einzelhandel profitiert von der Kooperation und bemüht sich aktiver, dass die unerlaubte Entwendung weniger wird.

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Hinweise:

Die Masse der Einkaufswagen wird nach einem Hinweis an die jeweiligen (Super-)Märkte auch von diesen selbst wieder von den „wilden“ Abstellorten abgeholt. 

 

Lediglich ein kleinerer Anteil der hinterlassenen Wagen muss von Alba als Schmutzecke eingezogen werden. Diese werden über sechs Monate eingelagert und gegebenenfalls gegen Gebühr (Einsammeln und Lagern) an die jeweiligen Unternehmen wieder abgegeben.

 

Die Märkte werden also in der Regel informiert, bevor Alba einen wild abgestellten Wagen entfernt.

 

Dieses Verfahren hat sich bewährt, insbesondere, weil nicht jeder Wagen mit viel Aufwand sofort eingezogen und dann gesammelt wieder an die (Super-)Märkte abgegeben wird. Der Aufwand für die Stadt wie für Alba wird damit möglichst gering gehalten, die Kosten für die Märkte ebenfalls. 

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Kommentare

Gespeichert von Lordi am Sa., 18.05.2024 - 11:36

@Moderation: Das Hanauer Modell ist nicht nur für die Stadt kostenneutral, sondern spart sogar Entsorgungskosten. In diesem Sinne kann man obigen Vorschlag als kostenneutral bezeichnen, womit n.m.E. die Unterschriftensammlung entfällt.
Eine Pressemitteilung mit Beschreibung des Hanauer Modells findet man hier:
***
„Bislang mussten mehr als 1.000 Einkaufswagen pro Jahr innerhalb des Stadtgebiets eingesammelt werden. Am Ende war es die Pflicht der städtischen Straßenreinigung, verkehrsbehindernd zurückgelassene Einkaufswagen notwendigerweise einzusammeln und fachgerecht zu entsorgen. Wir sprechen hier von Metallgebilden mit einem Gewicht von jeweils 20 bis 25 Kilogramm, der Prozess ist entsprechend also aufwendig (...)“, sagt Stadträtin Isabelle Hemsley.
Die neue Kooperation geht dabei auch mit gesetzlichen Verpflichtungen einher, Abfälle möglichst zu vermeiden und der Vorbereitung zur Wiederverwendung Priorität einzuräumen. So werden Einkaufswagen weiterhin von den Fachkräften des Eigenbetriebs Hanau Infrastruktur Service (HIS) eingesammelt und zunächst – wenn erkennbar – nach Eigentümern sortiert. „Anschließend nehmen wir Kontakt zu den Märkten auf, welche dann die Einkaufswagen bei uns abholen. Der Einzelhandel kompensiert dabei den Aufwand dieser städtischen Dienstleistung durch die Zahlung eines Pauschalbetrags“, erklärt HIS-Betriebsleiter Markus Henrich.
www.presse-service.de/data.aspx/static/1155763.html

Gespeichert von RrBd am Mi., 22.05.2024 - 07:36

Nach meiner Kenntnis gibt es da keinen wirklich gravierenden Unterschied zwischen dem Verfahren in Hanau und dem in BS. Auch hier sammelt ALBA die herrenlosen Wagen ein, nimmt Kontakt zum Besitzer auf und stellt den vor die Alternative "abholen oder zahlen". Wie gut das klappt weiß ich nicht.
Oft erledige ich das auch mit einem Anruf beim nächsten Markt, bei REWE, Edeka (außer BraWo), Thomas Philipps, Hornbach, Globus und ein paar anderen klappt das ganz gut; eine systematische Erfolgskontrolle habe ich natürlich nicht. Netto weiß ich nicht, Lidl und ALDI hoffnungslos.

Allerdings bekomme ich in letzter Zeit zunehmend besserwisserische Kommentare ohne Neuigkeitswert von einem Qualitätssicherungsherren bei ALBA. Statt sachdienlicher Hinweise wie beispielsweise funktionierende Kontaktdaten bei Lidl und Aldi! Bei den meisten anderen Supermärkten etc. klappt's ganz gut, ich rufe eben an, und spätestens am nächsten Tag mit Geschäftsöffnung werden die Wagen eingesammelt. Ich denke, mit meinen 30-40 Einkaufswagen, deren Rückführung ich alljährlich veranlasse, in Einzelfällen auch selbst erledige, habe ich dann meiner Bürgerpflicht an dieser Front auch genüge getan. Bleiben die ALDI- und Lidl- Einkaufswagen halt stehen. Deren Kundenkontakt-Kommunikation ist wirklich eine Katastrophe.

Gespeichert von RrBd am Mo., 27.05.2024 - 13:08

Andererseits bekam ich heute auf eine Meldung eines Lidl- oder Aldi-Einkaufswagens (beides schwierige Fälle, man landet mit einer solchen Meldung da stets in einer Inkompetenz-Endlosschleife) heute statt wie bereits mehrfach erbeten sinnvolle Kontaktdaten eine langatmige Belehrung. Also doch Handlungsbedarf!

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